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MTA-Welt, 02-2012
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Aachener Suppenhuhn im CT, Besucherrekord in Nürnberg

Besucher werten unter Anleitung der MTA-Schüler beim Mainzer Aktionsta...

MTRA-Aktionstage werben erfolgreich für Ausbildung und Beruf

Zwischen dem 5. und 19. November fanden an zehn Standorten die MTRA-Aktionstage statt. Unter dem Motto „Schau rein, was für Dich drinsteckt“ haben der Deutsche Verband technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin (dvta), die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Vereinigung Medizinisch-Technischer Berufe in der DRG (VMTB) die Aktionstage vor drei Jahren ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schülern der Realschulen und Gymnasien Ausbildung und Beruf der MTRA vorzustellen.

Den Auftakt am 5. November machte die Schule für MTA am Medizinischen Bildungszentrum Weißenfels. Bei Demonstrationen an den verschiedenen Arbeitsplätzen und einer Führung durch die radiologische Abteilung der Asklepios-Klinik bot sich die Möglichkeit, Digitale Radiographie, Computertomographie (CT) und Magnetrsonaztomographie (MRT) live mitzuerleben. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des eigens von den Schülern produzierten Kurzfilms „Radio-Logisch“ sowie ein spannendes und lehrreiches Radiologie-Quiz. Die Begeisterung der MTRA-Schülerinnen und -Schüler, die den Tag der offenen Tür komplett selbst gestaltet und ausgerichtet haben, war die beste Werbung für den Beruf: „Wir waren ein richtig engagiertes und motiviertes Team“, berichtet Mandy Thaler, Leiterin des Fachbereichs Radiologie am Medizinischen Bildungszentrum und Organisatorin des Aktionstages in Weißenfels. „Man merkte an der ganzen Atmosphäre, dass die Schüler mit Begeisterung und Interesse bei der Sache sind. Und ein entsprechend tolles Feedback haben wir von den Besuchern bekommen.“

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Weiter ging es am 12. November mit Oldenburg, Hannover und Stuttgart. In Oldenburg nahmen Auszubildende aus dem dritten Ausbildungsjahr die Besucher im Radiologischen Institut des Klinikums in Empfang. Gemeinsam konnte die Anlage zur Gefäßdarstellung (Angiographie) und das CT besichtigt werden. Wer schon immer mal wissen wollte, wie Handy, Chipkarten und diverse Alltagsgegenstände im Röntgenbild aussehen, konnte danach an der schuleigenen Röntgenanlage selbst Strahlung auslösen und das Röntgenbild mit nach Hause nehmen. „Für uns hat sich der Tag gelohnt. Wir konnten direkt einige Bewerbungen entgegennehmen“, zieht Anke Ohmstede, Leiterin der MTA-Schule am Klinikum Oldenburg, mit ihren Kolleginnen und Kollegen eine positive Bilanz. „Am MTRA-Aktionstag würden wir uns jederzeit wieder beteiligen.“

Neben MTRA-Info-Café mit Infostand sowie Präsentationen und Vorträgen über den MTRA-Beruf bot sich in Hannover die Gelegenheit, bei einer Führung durch das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie eine CT am Phantom mitzuerleben. Iris Winter, MTRA-Lehrerin und Organisatorin des Aktionstages, ist sehr zufrieden: „Wir hatten rund 70 Besucher, die sehr interessiert waren. Gut kam vor allem an, dass unsere Auszubildenden als Ansprechpartner zur Verfügung standen. Sie waren sehr engagiert und haben auch die Vorführungen an den Geräten selbst durchgeführt - so haben sich viele gute Gespräche ergeben.“ Das Engagement zahlte sich aus: Einige der Besucher haben bereits angekündigt, sich für die Ausbildung im nächsten Jahr bewerben zu wollen, und ein Besucher wurde direkt auf einen freigewordenen Platz in das erste Semester aufgenommen. „Die Mühen der Vorbereitung haben sich unbedingt gelohnt“, erklärt Iris Winter. „Alle waren hochzufrieden und wollen die Aktion auf alle Fälle wiederholen!“

In Stuttgart hatten die Azubis mitten in der großen Eingangshalle ihren Stand aufgebaut und die Besucher in Empfang genommen. Im kleinen Hörsaal der MTA-Schule war Zeit für eine Tasse Kaffee und ein Gespräch über Ausbildungsinhalte und Rahmenbedingungen. Gleichzeitig konnten interessierte Schüler der Realschulen und Gymnasien in den Fachbüchern blättern, die während der Ausbildung verwendet werden. Im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie durften die Besucher Gefäßprothesen in die Hand nehmen, die üblicherweise in die großen Hauptschlagadern des Körpers eingesetzt werden. In der Nuklearmedizin wurde gepuzzelt und wer ganz mutig war, hat sich in der Strahlentherapie unter einen der Linearbeschleuniger gelegt und sich eine Bestrahlungsmaske anfertigen lassen. Für Helga Giegling, Leiterin des Ausbildungsgangs Radiologie an der MTA-Schule Stuttgart und ihre Kolleginnen sowie die Auszubildenden ein gelungener Tag.

Der letzte Aktionstag war der 19. November, an dem auch die meisten Standorte teilnahmen. In Aachen war der Tag gut vorbereitet. Gut eine Woche vor dem Aktionstag sind die Auszubildenden der MTA-Schule in weißen Kitteln mit Flyern und Plakaten durch die Stadt gezogen, um buchstäblich die Werbetrommel zu rühren. In einer Mischung aus Vortrag und praktischen Demonstrationen haben sich dann am Aktionstag die rund 60 Besucher einen Einblick in Ausbildung und Beruf der Medizinisch-technischen Radiologieassistenten verschafft. Höhepunkt waren ein Suppenhuhn im CT und ein präparierter Tennisball, der aufgrund des starken Magnetfelds im MRT „in die Röhre“ geflogen ist. Weitere Stationen waren die Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Programm war so spannend, dass auch die lokale Zeitung darüber berichtete. Für die MTA-Schule Aachen ein toller Erfolg.

Praktische Vorführungen und Gerätedemonstrationen gab es in Bochum in der CT, der Angiografie und auch in der MRT. Durchgeführt wurden die Führungen von den MTRA-Schülerinnen und –Schülern, die den Tag komplett selbst organisiert und gestaltet haben: An imaginären Patienten und Puppen haben sie ganze Untersuchungsabläufe simuliert und anschließend gezeigt, welche Nachbearbeitungsmöglichkeiten es für das diagnostische Bildmaterial gibt. „Das lief super und ist bei den Besuchern richtig gut angekommen“, berichtet Engin Güres, leitender Lehrassistent der MTRA-Schule und Organisator des Bochumer Aktionstages. Für das Team war der Tag ein schöner Erfolg: Einige der Besucher haben bereits für ein Praktikum in der Röntgenabteilung angefragt und auch dem Team selbst hat der Aktionstag viel gebracht. „Dieser Tag hat sich gelohnt - in mehrfacher Hinsicht: Wir haben für unseren Beruf geworben, unsere Schüler haben selbst eine Menge gelernt, und es hat viel Spaß gemacht. Wir würden auf jeden Fall noch einmal teilnehmen“, so das Fazit von Engin Güres.

Auch in Mainz haben die MTRA-Schüler im Vorfeld schon kräftig geworben. Mit weißen Kitteln bekleidet zogen sie durch die Mainzer Innenstadt und verteilten persönlich die Einladungen für ihren Aktionstag. Beim Aktionstag selbst gab es etwas zu Knobeln: Beim Röntgen-Quiz galt es, allein aus dem Röntgenbild zu erkennen, welche Gegenstände sich in einem Kosmetikkoffer befinden. Außerdem konnten die Besucher das volle Spektrum der MTRA-Tätigkeit - radiologischen Diagnostik, interventionelle Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie - auch bei den Rundgängen und Vorführungen in der Universitätsmedizin Mainz kennenlernen. Vorträge und Demonstrationen an den Geräten wurden von den MTRA-Schüler/-innen selbst durchgeführt und erklärt. „Die MTRA-Schüler als direkte Ansprechpartner zu haben, ist bei den Besuchern sehr gut angekommen, ebenso wie die durchgängige Verbindung von Vortrag und Praxis“, berichtet Johanna Kolb, fachliche Schulleiterin der MTRA-Schule. „Wir sind rundherum sehr zufrieden, und würden den Aktionstag auf jeden Fall gern wiederholen!“

Röntgenstrahlung fasziniert seit ihrer Entdeckung die Menschheit. Der Blick in den Körper ist eines der wichtigsten Hilfsmittel auf dem Weg zur richtigen Diagnose. Kein Wunder also, dass sich die Besucher in München sehr für die aufgebauten Skelette und Lehrmittel für den Unterricht interessierten. An der schuleigenen Röntgenanlage durften sie dann sogar selbst Röntgenstrahlung auslösen und die Bilder am Rechner nachverarbeiten. Besonders begeistert zeigte sich Klaus Geier, leitender Lehr-MTRA, vom starken Interesse der Besucher am MTRA-Beruf. „Einige werden wir sicher für ein Praktikum oder eine Bewerbung wiedersehen“, so sein positives Fazit vom MTRA-Aktionstag. Erstmals wurde in diesem Jahr mit München ein MTRA-Aktionstag von einem Filmteam begleitet. Zu sehen gibt es den Film auf http://mtawerden.de.

„Bei den Schülern ist vor allem das Gespräch mit unseren Auszubildenden angekommen“, berichtet Wolfgang Moldan, stellvertretender Leiter der Berufsfachschule am Klinikum Nürnberg. Bereits am Vormittag kamen die Besucher in größeren Gruppen. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Zwar unterstützen DRG, VMTB und dvta die teilnehmenden Standorte mit Werbung und Pressearbeit, doch müssen die Schulen auch selbst in der Werbung aktiv werden. In Nürnberg haben die MTA-Schüler daher gezielt für den MTRA-Aktionstag geworben. Unter dem Motto „Schau rein was für Dich drinsteckt“ wurden in der Nürnberger Fußgängerzone Flyer verteilt. „Unsere Schüler sind in Ihren weißen Kitteln aufgefallen und wurden gezielt angesprochen“, erklärt sich Katja Röhr, Fachlehrerin an der MTA-Schule, den tollen Erfolg der Nürnberger MTRA-Aktionstage, an dem rund 100 Besucher teilnahmen.

Direkt im radiologischen Institut am Unfallkrankenhaus Berlin stellten MTRA und MTRA-Schüler/-innen ihren Beruf und ihren Arbeitsplatz vor: In Vorträgen und Präsentationen, in Rundgängen und Führungen konnten sich die Besucher am Ort des Geschehens ein Bild davon machen, wie die Arbeit einer/s Medizinisch-technischen Radiologieassistentin/-assistenten aussieht. Zwischen informativen Gesprächen und High-Tech Medizin kam auch der Spaß nicht zu kurz: Zur Veranschaulichung fand eine Melone ihren Weg in die MRT und wurde dort „in Scheiben geschnitten“. In der Röntgendiagnostik galt es, den Inhalt einer „Wundertüte“ vom Röntgenbild zu erraten.

Die Mischung aus Information, praktischen Vorführungen und persönlichen Gesprächen kam bei den Gästen sehr gut an: „Die Besucher haben sich ganz begeistert gezeigt. Sie waren alle sehr positiv und einige haben ernsthaftes Interesse bekundet, sich für die Ausbildung zu bewerben“, berichtet Stefanie Becht, leitende MTRA am Unfallkrankenhaus Berlin. n


Anja Johenning (DRG), Andreas Pfeiffer (dvta)

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